Schwerpunkt Wissen (2) -
Google Technologie für Ihr Unternehmen!

Zwei Milliarden Suchanfragen pro Monat und ein Eintrag im Duden für das Wort "googeln", welches bekanntlich für das Suchen im Internet steht, zeugen von der Kompetenz des Markführers. Doch wie sehen die konkreten Einsatzmöglichkeiten sowie Vor- und Nachteile für Unternehmen aus, welche Modelle und Varianten gibt es und schlussendlich, was kostet die Technologie aus dem Hause Google? Alles Wissenswerte erfahren Sie in diesem Artikel.
Warum auf Google-Technologie vertrauen?
Die wichtigsten Gründe, die für Google als Suchtechnologielieferanten sprechen, sind wohl Geschwindigkeit, Ergebnisqualität und einfache Bedienung. Mitarbeiter, Kunden und Partner erwarten bei Suchanwendungen die Reaktionszeit, Treffergenauigkeit und Bedienerfreundlichkeit, die sie von ihrer Suche mit Google im Internet gewohnt sind. Google verspricht, dies könne mit den Search Appliances nicht nur geliefert, sondern auch individuell an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.
"Die Search Appliances verhalten sich wie der große Bruder aus dem Internet "
Dieses Versprechen wird gehalten. Die Search Appliances verhalten sich wie der große Bruder aus dem Internet und sind zudem leicht an die Unternehmensbedürfnisse anpassbar. Ob Sie nun ein Portal im Intranet oder sämtliche Internetauftritte der 300 Agenturpartner und zusätzlich verschiedenste Unternehmensseiten durchsuchen lassen wollen, wie etwa bei der Allianz Versicherung der Fall, Google bietet Ihnen die Möglichkeiten dieses Vorhaben umzusetzen.
"Google bietet Einfachheit in allen Bereichen"
"Uns war es enorm wichtig", so Michael Achatz, Projektleiter bei Iphos IT Solutions, der für die Alllianz die eben erwähnte Implementierung bewerkstelligte, "einen Anbieter zu finden, der unabhängig der verschiedensten Systeme, mit unterschiedlichen Plattformen, in unterschiedlichen Rechenzentren, eine vollständige und einfach zu wartende Suchlösung bieten konnte. In den Google Search Appliances haben wir diese gefunden." Die Reduktion von Komplexität beschränkt sich also nicht nur allein auf den Endbenutzer, sondern zieht sich durch alle Funktionen dieser Produkte - Google spricht vom "Simplicity". Unnötige Aufwände werden vermieden. Angenehm für die Techniker und schonend für - wem ist es nicht wichtig - das Budget.
Michael Achatz
Iphos IT Solutions
Iphos IT Solutions
Vorteile der Google Search Appliances
"Jede Menge Funktionen im Grundpaket"
Neben den oben angeführten Gründen bietet Google eine Menge interessanter Funktionen, die es nur in den Google Search Appliances gibt. Neben der Möglichkeit ca. 220 Dokumenttypen zu durchsuchen, darunter Microsoft Office-Dokumente und PDF-Dateien, wartet Google mit nützlichen Funktionen für den Suchenden auf. So werden zum Beispiel ähnliche Ergebnisse gruppiert oder alternative Vorschläge (Synonyme) für Suchanfragen angezeigt. Ein Baumarkt könnte bei der Suche nach "Gartenlaube", auch alternative Suchbegriffe vorschlagen, wie "Gartenhaus" oder "Gartenpavillon". Werden die entsprechenden Produkte im Katalog generell nur als "Gartenhaus" benannt, können dies somit trotzdem gefunden werden. Ein umständliches Verschlagworten, sowie die Eingabe zusätzlicher Beschreibungen, auch "Keywords" genannt, für jedes Produkt entfällt somit. Inhalte müssen somit nicht erst auf die Suche "vorbereitet" werden. Dies spart Arbeit und Zeit und erhöhte z.B. im Intranet die Akzeptanz, Inhalte überhaupt erst zur Verfügung zu stellen.
Eine weitere Funktion, die es wert ist näher vorgestellt zu werden, ist die Keymatch-Funktion. Ähnlich wie bei Adwords, den Google Werbeeinblendungen, können so aktuelle Aktionen und Hinweise an prominenter Stelle im Suchergebnis eingeblendet werden. Dies geschieht natürlich basierend auf der jeweiligen Sucheingabe. So kann der oben erwähnte Baumarkt verhindern, dass eine Bohrmaschine beworben wird, obwohl jemand gerade auf der Suche nach Blumen ist. Die aktuelle Philodendron-Aktion ist hier schon wieder interessanter. Mit dieser Funktion ist es ebenfalls möglich, wichtige Dokumente immer an erster Stelle der Ergebnisliste zu reihen.
Beschränkungen der Google Search Appliances
"Zur Auswahl stehen die Modelle Google Mini und die Search Appliances"
Die Appliances können je nach Modell und Variante maximal 50.000 bis 15 Millionen Dokumente durchsuchen, sind also diesbezüglich limitiert. Grundsätzlich werden zwei Modelle unterschieden, die Google Mini Search Appliances für kleinere und mittlere Unternehmen sowie die Google Search Appliances für große Unternehmen bzw. Unternehmen mit hohen Anforderungen an Ihre Suche. Die kleineren Ausführungen beschränken sich auf die Suche im Inter- und Intranet (über http), die größeren Modelle können auch direkt in CRM, Datenbanken und Business Intelligence Systemen suchen.
Die Google Minis können hinsichtlich ihrer Limitierung der zu durchsuchenden Dokumente von den in der kleinsten Maschine vorhandenen 50.000 Dokumente, leicht auf bis zu 300.000 Dokumente freigeschalten werden. Dies geschieht online über die Google-Supportseite. Bei den großen Search Appliances ist dies nicht so einfach möglich, da hier auch die Hardware aufgrund der gesteigerten Leistungsanforderungen ausgetauscht werden muß.
"Nicht nur Vorteile"
Ein Nachteil der Appliances ist die mangelnde Transparenz der Lösungen, die gerade für große Unternehmen von Bedeutung sein kann. Gerade im High-End-Bereich wird neben der einfachen Handhabung und dem sehr ansprechendem Preis eben auch der notwendige umfangreiche Einblick in die Funktionsweise der Software verlangt. Dieser wird den Technikern der Kunden nicht gewährt. Andere Anbieter sind hier wesentlich freizügiger. Auch werden einige ältere Sicherheitssysteme nicht unterstützt, was in über die Jahre gewachsenen, sensiblen IT-Strukturen zu Problemen führen kann. Sind diese Themen von Relevanz, sollte die Search Appliance genau getestet werden. Hierbei hilft das 30tägige Rückgaberecht der Google Minis. Bei den größeren Appliances kann dieses ebenfalls vereinbart werden, bzw. erhält man bereits im Vorfeld Unterstützung bei der Evaluierung.
Wie kompliziert ist die Einrichtung?
Das Paket, das von Google geliefert wird, enthält die Hardware, einen versiegelten Server, der leicht in jedem Rechenzentrum zu verstauen ist, alle notwendigen Kabel sowie 1 Jahr Support. Ein weiteres Jahr Support kann beim Kauf gleich mitbestellt werden. Ein T-Shirt von Google gibt es als Willkommensgeschenk obendrauf.
"Installation im Handumdrehen und gratis T-Shirt"
Da die deutschsprachigen Google-Kunden aus einem externen Logistikzentrum in London bedient werden, ist bei der Umsetzung die circa zweiwöchige Lieferzeit zu beachten. Die weitere Einrichtung ist, um es kurz zu halten, im Handumdrehen erledigt. So läßt sich die Google Search Appliance schon innerhalb einer halben Stunde voll funktionsfähig ans Netz bringen. Je nach erforderlichen Einstellungen und Anforderungen, zum Beispiel durch eine auf das Corporate Design angepaßte Ergebnisausgabe oder durch die Einrichtung der Synonym und Keymatch-Funktionen, kann sich dieser Wert erhöhen. Der Mehraufwand hierfür bleibt dabei aber immer absolut im Rahmen.
Was kostet die Google Search Appliance?
Nun zum für manche wichtigsten Kapitel, den Kosten. Die Preise für die Google Search Appliances beginnen schon bei knapp 2000 Euro inklusive Hardware, Software und einem Jahr Support und variieren je nach Modell und Variante. Wenn man die Kosten für den Server, die Arbeitszeit zur Konfiguration eines derartigen Systems und den inkludierten Support mit einrechnet, ein unschlagbares Angebot. Zumal kleinen und mittleren Betrieben die Google Mini mit 50.000 Dokumenten um 1995 Euro, oft voll und ganz reicht.
Je nach Dokumentenanzahl und gewünschtem Einsatzgebiet, sowie dessen Anforderungen kann es jedoch auch leicht teurer werden. Im folgenden eine Grafik die Ihnen eine Übersicht über sämtliche Varianten der Google Search Appliances bietet. In den Klammern finden Sie die Anzahl der durchsuchbaren Dokumente:
Zusätzlich zu diesen Preisen muß noch die Zeit zur Anpassung an die Unternehmensumgebung, zum Beispiel an das Unternehmensdesign oder die Serverumgebung, beachtet werden. Der Hauptteil der dabei entstehenden Aufwände ist meist unabhängig von der eingesetzten Technologie, wie zum Beispiel das Erstellen des Designs oder die Kategorisierung der Inhalte.
Doch was, wenn es gar nichts zu durchsuchen gibt? Gerade im Intranet wird es Mitarbeiter oft unnötig schwer gemacht Inhalte zu archivieren bzw. anderen Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen. Die oft verwendeten und vielerorts beliebten Fileshares (freigegebene Verzeichnisse auf Servern) haben leider eine Reihe an Nachteilen.
Im nächsten Teil wollen wir Ihnen ein Werkzeug zeigen, dass in vielen Unternehmen unbekannterweise bereits vorhanden und lizenziert ist, aber nicht genutzt wird. Wir zeigen Ihnen die Vor- und Nachteile dieses Wissensportals und ob dieses Werkzeug für Sie geeignet ist.
Schwerpunkt Wissen - Über die Nadel im Heuhaufen!
- Teil 1: Über die Nadel im Heuhaufen
- Teil 2: Google-Technologie für ihr Unternehmen
- Teil 3: Wissensportale
- Teil 4: Fazit



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